Die erste Einstellung des Films zeigt Männer unterschiedlichen Alters bei der Arbeit in einer Tischlerei. Sie sägen Hölzer zu und verrichten Schleifarbeiten. Der Inhaber des Betriebs, Stefan Pieperjohanns, betritt die Werkstatt und bespricht sich mit seinen Mitarbeitern. Aufgrund der günstigen Auftragslage benötige er qualifizierte Mitarbeiter, hört man ihn aus dem Hintergrund sagen. Vor einem halben Jahre habe sein Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit deshalb die Maßnahme „50 plus“ durchgeführt. Vier neue Mitarbeiter wurden daraufhin dauerhaft eingestellt. Aus dem Kreis der neuen Kollegen hebt der Tischlereichef Hermann Wanninger besonders hervor. Dieser Angestellte sei aufgrund seiner handwerklichen Ausbildung flexibel einsetzbar und unterstütze das Unternehmen sowohl in der Produktion als auch in der Logistik. Das Bild zeigt Hermann Wanninger bei unterschiedlichen Tätigkeiten; mit dem Gabelstapler transportiert er Baustoffe, er kümmert sich um die Be- und Entladung der Tischlereierzeugnisse und füllt Lieferscheine aus. Parallel berichtet er von seinen vergeblichen Bewerbungsversuchen: In acht Jahren Arbeitslosigkeit habe er mehrere hundert Bewerbungen geschrieben, doch sei er immer wieder abgelehnt worden. Die Begründung: Er sei zu alt. Die nächste Szene zeigt Stefan Pieperjohanns im Gespräch mit einem Mitarbeiter. Aus dem Hintergrund bekräftigt er seine positiven Erfahrungen mit vormals langzeitarbeitslosen Mitarbeitern. Diese seien seiner Erfahrung nach engagierter und zuverlässiger. Außerdem betont er, dass Betriebe es sich zukünftig nicht mehr leisten könnten, auf ältere Arbeitnehmer zu verzichten. Die Schlussszene zeigt Hermann Wanninger beim Zusägen von Holzleisten in der Werkstatt. Er wünsche sich, sagt er, die bis zur Rente verbleibenden Jahre in diesem Betrieb zu bleiben.
Handwerk
Kreativ, geschickt, vielseitig.
Viele SGB II-Kunden sind qualifiziert für das Handwerk.
Ohne das Handwerk wäre unser Land nicht annähernd auf dem heutigen Stand. Egal, aus welchem Berufszweig sie kommen – Handwerker aus dem SGB II-Bereich bringen das nötige Fachwissen mit, ebenso wie Ideenreichtum und ein Gespür für Tradition.
Verstecktes Potenzial
In vielen Handwerksberufen suchen Arbeitgeber händeringend qualifizierte Mitarbeiter. Arbeitslose in der Grundsicherung verfügen häufig über geeignete Qualifikationen, um diese Stellen zu besetzen. So waren im September 2012 beispielsweise über 6.000 Stellen für Tischler gemeldet, dem gegenüber stand eine ähnliche Anzahl Arbeitsloser in der Grundsicherung, die eine Beschäftigung in dieser Branche anstreben. Die allermeisten davon mit abgeschlossener Berufsausbildung. In anderen Berufsgruppen, steht den gemeldeten Stellen sogar eine deutlich höhere Zahl Arbeitsloser in der Grundsicherung gegenüber. Darunter sind beispielsweise Wiedereinsteiger nach der Elternzeit sowie Frauen und Männer mit langer Berufserfahrung. Einige der SGB II-Kunden arbeiten bereits in Teilzeit oder als geringfügig Beschäftigte im Handwerk. Sie beziehen Grundsicherungsleistungen als Ergänzung zum Lebensunterhalt und suchen weiter nach einer Vollbeschäftigung. Das Fazit: SGB II-Kunden haben großes Potenzial, das es zu nutzen gilt. Deshalb unser Aufruf: Stellen Sie SGB II-Kunden ein, sichern Sie die Zukunft Ihres Betriebs!
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Moderne, zukunftsorientierte Personalpolitik heißt in jeder Lebensphase in die Aus- und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Z. B. mit einer familienbewussten Personalpolitik.

