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Frau Hannemann-Röttgers

Nachrichten aus dem Jobcenter

Nachrichten aus dem Jobcenter

Immer wieder geraten Jobcenter öffentlich in die Kritik. Unbekannt und unerwähnt bleibt meist das umfangreiche Leistungsangebot und das, was die Jobcenter ihren Kunden tatsächlich alles bieten. Deshalb nimmt das Jobcenter Kiel die Berichterstattung seit 2007 selbst in die Hand. Fünf Jahre versorgt Birgit Hannemann-Röttgers, Pressesprecherin des Jobcenters in Kiel, die Stadt jetzt schon mit den „Nachrichten aus dem Jobcenter“. Als Teil des „Kieler Express“ informiert sie auf einer Sonderseite einmal monatlich z. B. über Projekte und Angebote des Jobcenters, aber auch über Gesetzesänderungen oder die aktuellen Regelsätze. Mit einer Auflage von über 240 000 Exemplaren erreicht sie damit potenziell 24 000 erwerbsfähige SGB II-Kunden in Kiel. Frau Hannemann-Röttgers über die Sonderseite:

„Nachrichten aus dem Jobcenter“ – was hat es damit auf sich?

Mit unserer Berichterstattung möchten wir ein positives Image des Jobcenters manifestieren. Ziel ist es einerseits, die Bürgerinnen und Bürger über uns und unsere Arbeit aufzuklären. Denn die besteht schließlich nicht nur aus der Vermittlungsarbeit, die Betreuung der SGB II-Empfänger ist ja ganzheitlicher. Andererseits bemühen wir uns, etwas gegen das Stigma Arbeitslosigkeit zu tun: Jeder kann einmal seine Stelle verlieren. Es gibt auch viele andere Gründe, warum jemand auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen ist, z. B. aufgrund einer Krankheit. Vor allem aber wollen wir eine zusätzliche und leicht zugängliche Informationsquelle für Arbeitsuchende schaffen. Daher haben wir uns als Partner für den „Kieler Express“ entschieden, in dem unsere Seite erscheint: Es ist ein kostenlos erhältliches Anzeigenblatt, das zweimal wöchentlich erscheint.

Was ist denn zu lesen in den Jobcenter-Nachrichten?

Wir veröffentlichen vor allem allgemeine Informationen für Arbeitsuchende und interessierte Leser. Da geht es zum Beispiel um Änderungen des Regelsatzes oder Anpassungen der Mietobergrenzen. Bei Gesetzesänderungen versuchen wir, ein bisschen Klarheit in den Paragrafendschungel zu bringen. Es ist ebenso eine zentrale Aufgabe, die SGB II-Bezieher auf die Vielfalt unseres Angebotes aufmerksam zu machen. Jeden Monat präsentiere ich daher mindestens eines unserer Projekte, im letzten Monat beispielsweise ein Gesundheitstraining für Frauen. Auch Bildungsträger, wie z. B. der Kinder- und Jugendhilfeverbund, haben die Möglichkeit, die Seite zur Vorstellung ihres Engagements zu nutzen. Immer wieder präsentieren wir kleine Erfolgsgeschichten oder spezielle Berufsbilder und Fortbildungen.

Und wie kommt die Seite in Kiel an?

Ich glaube, es ist uns gelungen, mehr Transparenz darüber herzustellen, was wir im Jobcenter eigentlich machen. Wir merken, dass die Seite durchaus gelesen wird. Da gibt es viele nette Geschichten. Zum Beispiel hatte ich einmal einen Druckfehler in einer aktualisierten Tabelle zu den Regelleistungen. Da war hier richtig was los! Viele Leser haben den kleinen Fehler sofort bemerkt und sich bei mir gemeldet. Aber auch unsere Integrationsfachkräfte werden immer wieder auf die Sonderseite angesprochen. Andere SGB II-Empfänger entdecken auf der Seite plötzlich einen interessanten Beruf und erkundigen sich dann direkt bei ihrem Berater, welche Qualifikationen denn da erforderlich seien. Wir bekommen viel Lob und es erleichtert die Vermittlungsarbeit eben auch insofern, als die Arbeitsuchenden über die Seite ein gewisses Grundwissen über das SGB II vermittelt bekommen.

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